RegioRad

stuvus hat einige Stationen von RegioRad Stuttgart auf den Campus geholt, trägt so zur nachhaltigen Mobilität auf dem Campus bei und erleichtert euch den Alltag! Die Eröffnung der ersten RegioRad-Stationen fand am 02.09.2020 statt.

Was ist RegioRad Stuttgart?

RegioRad Stuttgart verleiht in der Region Stuttgart Fahrräder, Pedelecs und Lastenfahrräder. Mit einer Registrierung bei RegioRad Stuttgart ermöglicht dir die Deutsche Bahn außerdem über den Service Call a Bike deutschlandweit Fahrräder auszuleihen. Weitere gute Gründe werden hier zusammengefasst.

Wie kann ich (fast) kostenlos damit fahren?

Mit der polygoCard sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos und für Pedelecs die ersten 15 Minuten.

  1. Falls du bereits eine polygoCard besitzt, kannst du dich für drei Euro pro Jahr (inklusive 3 Euro Guthaben für das erste Jahr) für RegioRad registrieren.
  2. Falls du noch keine polygoCard besitzt, kannst du diese ohne VVS-Abo/VVS-Ticket kostenlos bestellen.

Für Fahrten länger als eine halbe Stunde und für andere Tarifoptionen findest du hier die Preise.

Wo finde ich die Räder?

Sowohl am Campus in Vaihingen als auch in der Stadtmitte gibt es einige Stationen. Die genauen Standorte und die Anzahl der verfügbaren Räder findest du auf der RegioRad-Website oder in der App (Android / iOS).

Überblick über die Stationen am Campus in Vaihingen
Das stuvus-"Kommunenrad" (Pressemitteilung)

Wie leihe ich ein Fahrrad aus?

Am einfachsten funktioniert das über die RegioRadStuttgart-App, die Mitnahme der polygoCard ist hierbei nicht erforderlich. Nach der Registrierung bei RegioRad kannst du in der App ein verfügbares Fahrrad auswählen, auf dessen Display tippen (oder statt es über die App auszuleihen, jetzt die polygoCard daran halten), auf den roten Sperrknopf des Schlosses drücken und den Stationsriegel herausziehen - Gute Fahrt!

Wie viel und warum zahlt stuvus für die RegioRad-Stationen?

Wir als eure Studierendenvertretung haben uns im Sommersemester 2019 dazu entschlossen, RegioRad-Stationen auf den Campus Vaihingen und näher an den Campus Stadtmitte zu bringen. Der Beschluss hierfür erfolgte am 19.07.2019 einstimmig durch das Studierendenparlament. Mit den Leihrädern können die teilweise weiten Wege auf dem Campus schneller zurückgelegt werden. Die Räder können auch genutzt werden, zum Campus oder weg vom Campus zu kommen - bspw. nach Vaihingen oder runter in den Stuttgarter Kessel.

Die Kosten für die Fahrradverleihstationen können entsprechend dem Vertrag mit der Deutschen Bahn Connect GmbH bis zu 23.000 € brutto jährlich betragen und werden aus euren Studierendenbeiträgen übernommen.

Die bisherigen konkreten Kosten für stuvus fallen deutlich geringer aus, da noch nicht alle ursprünglich geplanten Stationen gebaut und wir mehr Zuschüsse erhalten haben. Über die Verlängerung des Vertrags wird zu Beginn des Wintersemesters 2021/22 im Studierendenparlament entschieden.

Kostenlose Menstruationsprodukte an der Universität Stuttgart

Worum geht es?

Menstruation ist ein Thema welches weltweit ca. die Hälfte der Bevölkerung betrifft. An der Universität Stuttgart betrifft dies schätzungsweise 35% aller Studierenden. Für diese Studierenden ist der Gebrauch von Hygieneprodukten während der Menstruation genauso allgegenwärtig wie der Gebrauch von Klopapier oder Seifen und aktuell Desinfektionsmittel. Dennoch müssen menstruierende Personen sich selbst um die Versorgung mit diesen Produkten kümmern.

Nicht alle Studierende können sich diese Produkte leisten. Schätzungsweise 7% der menstruierenden Studierenden leiden deutschlandweit unter Periodenarmut[1]. Diese können langfristig häufig zu Erkrankungen führen, was wiederum zu einer Abwesenheit von den Lehrveranstaltungen führt. Ein weiteres Problem unter dem menstruierende Studierende leiden ist, das die Menstruation häufig unerwartet einsetzt. Ist dies der Fall und man hat zu diesem Zeitpunkt keine Hygieneartikel zur Verfügung, muss man oft nach Hause zurückkehren und dadurch verpasst man die wichtige Lehre und Chance, an der Bildung teilzunehmen.


[1] Da es keine Daten von Periodenarmut in Deutschland gibt, wurde für diese Schätzung den Anteil der betroffenen Menschen in Großbritannien (10% der Menstruierenden [Quelle]) mit dem Verhältnis der in Armut lebender Frauen zwischen Deutschland (16% in 2018 [Quelle]) und Großbritannien (24,3% in 2018 [Quelle]) berechnet.

Unsere Idee

Unsere Idee ist es für betroffene Studierende Menstruationsprodukte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dazu werden in geeigneten Behältnissen auf allen Toiletten der Universität Stuttgart die in Deutschland am gebräuchlichsten Hygieneprodukt: Tampons und Binden, angeboten. Diese werden von dem jeweils zuständigen Reinigungspersonal aufgefüllt. Um die Aufbewahrung vor Ort ansehnlich zu gestalten, sollen diese langfristig in Aufbewahrungsbehältnissen untergebracht werden, welche auf den Toiletten neben den Waschbecken montiert werden können. Auf den Toiletten für weibliche Studierende sind bereits Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden und auf den Toiletten für männliche Studierende können zunächst auch die allgemeinen Papierkörbe zur Entsorgung verwendet werden.

Die Pilotphase

In einer ersten Pilotphase werden zunächst für ca. zwei Monate im Zeitraum vom XX.09. bis zum XX.11. in den größeren Toiletten sowohl auf dem Campus Vaihingen als auch auf dem Campus Stadtmitte kostenlose Menstruationsprodukte angeboten (2536 Tampons & 2538 Binden). Die Bestückung findet aktuell durch uns statt, um abzuschätzen wie hoch der Aufwand des Bestückens und wie hoch der Verbrauch ist. Übergangsweise sind in dieser Testphase die Menstruationsprodukte zunächst in einfache Kartons ausgelegt. Dies vereinfacht die Durchführung der Pilotphase. Die Finanzierung der Pilotphase übernimmt aktuell stuvus.

Toiletten in denen ihr die Produkte findet:

  • K1
  • K2
  • V47
  • V53
  • V55
  • V57

Du hast Feedback zu unserer Testphase?

Dann kannst du dies gerne bei unserer Umfrage hinterlassen.

Ausblick

Nach einer erfolgreichen Pilotphase wollen wir das Projekt gerne auf alle Toiletten ausweiten. Die Kartons sollen danach durch permanentere Installationen, wie bspw. die Period.Box der Uni Freiburg ersetzt werden. Diese sind einfach zu befüllen und sind dennoch eine sichere und professionelle Aufbewahrung.

Du interessierst dich darüber hinaus über das Thema?

Dann findest du hier weitere Projekte:

Grundsätzlich gibt es aktuell deutschlandweit an verschiedenen Hochschulen Bestreben zur Umsetzung von kostenlosen Hygieneprodukten. In dem Kontext ist auch dieser offene Brief entstanden.

Kontakt

Dieses Projekt wurde durch das Referat für Gleichstellung, Diversity und Soziales ins Leben gerufen.

Gerne kannst du uns auch einfach eine E-Mail schreiben: menstruationsprodukte@stuvus.uni-stuttgart.de

Unsere Sponsor*innen und Unterstützer*innen

Die Pilotphase wird zunächst durch stuvus finanziert. Zudem haben wir aber auch Spenden von folgenden Personen erhalten:

  • S. Wach
  • Mitbewohnerin von S.Wach
  • Europaparlament Abgeordnete XY

Druck

Ende 2020 haben wir das Kopier[lädle] am Campus Vaihingen unter der Mensa übernommen.

Seit Mitte April 2021 werden hier von Studis der Uni Stuttgart für Studis der Uni Stuttgart zu günstigeren Preisen die gleichen Angebote wie früher zur Verfügung stehen: Drucken, plotten, scannen, binden, lochern, tackern...

Ihr benötigt Skripte, eure Abschlussarbeit ausgedruckt oder sonstige Sachen für den Studienalltag? Dann schaut doch auf der Seite des Kopier[lädle] vorbei!

stuvus box

Worum geht es?

Du hast Anregungen, Probleme, Sorgen oder Ideen, die du schon immer mit deiner Studierendenvertretung (stuvus) teilen wolltest, aber wusstest nicht wie?

Dann nutze jetzt die neue stuvus Box! Hier kannst du uns entweder ganz old school (quasi wie vor Corona) ein Zettelchen in die extra dafür eingerichteten Briefkästen am Nili (Glaskasten Pfaffenwaldring 57 an der Tür) und im Eingangsbereich der Universitäts Bibliothek Stadtmitte (Holzgartenstraße 16) werfen, oder (wie durch Corona gelernt) über ein Kontaktformular auf der Website, oder per Brieftaube kontaktieren.

Denn wir möchten wissen, was dich gerade beschäftigt (z.B. wenn ein*e Professor*in sich in deinen Augen völlig daneben benimmt), was dich begeistert (z.B. die Workshopangebote der stuvus) oder was dich an der Uni so richtig ankotzt. Denn nur so können wir in der stuvus auch deine Belange berücksichtigen und neue Ideen umsetzen.

Deine Nachricht soll dabei möglichst anonym bleiben und wir geben Infos nur weiter, wenn sie für dein Anliegen relevant sind. Infos zum Konzept und zum Datenschutz findest du auch auf der Website.

Wir freuen uns auf deine Nachricht!

Deine stuvus

Alle Details rund um die "stuvus box" findest du in unserem Konzept hier:

Konzept stuvus Box

Kontaktmöglichkeiten

Gerne kannst du deinen Brief bei einer unserer stuvus boxes einwerfen welche du an folgenden Orten am Campus findest:

  • Campus Stadtmitte: Im Eingangsbereich der Bibliothek in der Stadtmitte (Holzgartenstraße 16)
  • Campus Vaihingen: An dem Hellblauen Nilpferd (Pfaffenwaldring 57)

Selbstverständlich kannst du uns auch einen Brief schreiben. Adressiere ihn einfach an:

stuvus - Post-it box

Pfaffenwaldring 5C

70569 Stuttgart

Um uns anonym via E-mail zu kontaktieren, schreibt uns einfach eine E-mail an: stuvus-box@stuvus.uni-stuttgart.de

Gerne kannst du uns auch digital über das Kontaktformular kontaktieren:

    Datenschutz und Anonymität

    Es handelt sich hierbei um eine anonyme Kontaktaufnahme. Du muss also keine persönlichen Daten angeben, es sei denn, du empfindest das als Notwendig, um dein Anliegen zu erklären. Bitte schildere dein Problem möglichst detailliert, da die eventuelle Anonymität Rückfragen verhindert. So speichern wir auch keine personenbezogenen Daten. Deine Nachricht wird aber bei uns zur Bearbeitung gespeichert und intern an die betreffenden Stellen weitergegeben. Zudem sammeln wir eine anonyme Übersicht aller Beschwerden, welche jedoch alle 2 Jahre gelöscht wird. Es gelten außerdem die Datenschutzhinweise von der stuvus Website (stuvus.de/kontakt).

    Nachhaltigkeit und Reflexion in der Lehre

    Was bringen die besten Innovationen, wenn es Ideen sind, die unserer Gesellschaft langfristig schaden und unsere Lebensgrundlagen zerstören?

    Aus dieser Frage wird ersichtlich, dass es essenziell ist, sich mit der eigenen Verantwortung und der Verantwortung des eigenen Fachbereichs auseinanderzusetzen. Die Fähigkeit zur kritischen Reflexion ist der Kern nachhaltigen Denken und Handelns und sollte dementsprechend in der Lehre vermittelt werden.

    „Die Universität Stuttgart setzt innovative Konzepte in Forschung und Lehre um, die dazu beitragen, Wissen und Strategien für eine sinngebende und nachhaltige Entwicklung bereitzustellen."[1]

    Leitbild Universität Stuttgart

    Auch wir in der Studierendenvertretung machen uns Gedanken, wie sich Nachhaltigkeit und Reflexion besser in der Lehre an der Universität Stuttgart integrieren lassen. Seit Anfang 2020 gibt es deshalb eine Arbeitsgruppe innerhalb des Referats für Nachhaltigkeit, die sich damit beschäftigt und anregen möchte, entsprechende Lehrveranstaltungen mit Fachbezug in möglichst viele Studiengänge zu integrieren. In dieser soll über die Bedeutung des Handelns für eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft nachgedacht und diskutiert werden. Hier beschränkt sich die Nachhaltigkeit nicht nur auf den ökologischen Aspekt, sondern schließt alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (engl. "Sustainable Development Goals", abgekürzt SDGs) ein. Wie das möglich sein kann, zeigt beispielsweise das Bildungskonzept "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auf.

    Icons der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung

    Bildung für nachhaltige Entwicklung

    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ermöglicht Menschen, zukunftsfähig zu denken und zu handeln, also die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die lokale Umwelt und auf Menschen in anderen Erdteilen zu verstehen, sich die Auswirkungen auf zukünftige Generationen vorstellen zu können, und daraufhin verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. BNE bedeutet außerdem das „Empowerment“ (Befähigung) von Personen zu "Change Agents", die sich für eine Transformation zu einer sozial gerechten und ökologisch integren Gesellschaften einsetzen. BNE ist nicht primär ein zusätzlicher Lerninhalt, sondern zeigt sich vor allem in veränderten Methoden der Wissens- und Kompetenzvermittlung.

    Zu den Kompetenzen, die durch Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt werden sollen, gehören unter anderem die folgenden[2]:

    • Vorausschauendes Denken und Handeln
    • Interdisziplinäres Arbeiten
    • Einnahme anderer Perspektiven
    • Umgang mit schwierigen Entscheidungen
    • Hinterfragen eigener Vorstellungen und Denkweisen

    Weitere Informationen über Bildung für nachhaltige Entwicklung findest du zum Beispiel auf der Website meine-bne.de.

    Unsere Motivation

    In einer vernetzten, globalisierten Welt ist es notwendig, sich nachhaltig zu bilden, um mit der Komplexität von interdisziplinären Problemen umgehen zu können und sie im Einklang mit unserem Umfeld zu lösen. Wir sind der Meinung, dass eine Universität, die Wissen und Fähigkeiten zum Verändern der Gesellschaft zur Verfügung stellt, auch Kompetenzen zum nachhaltigen Umgang mit diesen vermitteln muss.

    Diese Kompetenzen ermöglichen es den Studierenden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und sich in einer zunehmend komplexen Welt gut zurechtzufinden.

    Die Universität Stuttgart hat hierbei die Chance mit der uniweiten Umsetzung zu einer Vorreiterin in der nachhaltigen Bildung in Deutschland zu werden.

    Du stimmst uns zu und möchtest dich engagieren? Wir freuen uns über deine Nachricht:
    reflexion@stuvus.uni-stuttgart.de

    Weitere Informationen zum Thema, zu unserer Arbeitsgruppe und zum aktuellen Stand, findest du im stuvus-Wiki.


    Quellen:

    [1] Universität Stuttgart: Leitbild. https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/profil/dokumente/universitaet-profil-leitbild_der_universitaet_stuttgart.pdf, aufgerufen am 17.06.2021
    [2] Sukuma arts e.V., meine-bne.de, aufgerufen am 17.06.2021